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Bühnenbearbeitung: Ingund Mewes und Inge Scholl. Mit Michael Klevenhaus und Dorothea Mewes. Szenische Lesung aus Briefen von Hans und Sophie Scholl, Mitglieder der Widerstandsbewegung "DIE WEISSE ROSE". "...Daher muß jeder Einzelne
seiner Verantwortung als Mitglied der christlichen und abendländischen
Kultur bewußt in dieser letzten Stunde sich wehren, soviel er kann,
arbeiten wider die Geißel der Menschheit, wider den Faschismus und jedes
ihm ähnliche System des absoluten Staates. Leistet passiven Widerstand
- Widerstand - wo immer ihr auch seid, ehe es zu spät ist, ehe die letzten
Städte ein Trümmerhaufen sind, gleich Köln, und ehe die letzte Jugend
des Volkes irgendwo für die Hybris eines Untermenschen verblutet ist.
Vergeßt nicht, daß ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die
es erträgt!..." (Auszug aus dem ersten Flugblatt)
Lyrik der Jüdin Selma Meerbaum-Eisinger, geboren am 15.8.1924 in Czernowitz (Rumänien), gestorben am 16.12.1942 im SS-Arbeitslager Michailowska. "...Wärme, Wehmut, Sehnsucht und Zärtlichkeit - eingefangen in kraftvolle, liebevolle, wütende, trauernde Worte, eingefangen in sanfte und schroffe Klänge. Die Atmosphäre erzeugenden Gedichte wurden umhüllt von der Musik Anna Lindbloms. Mit Bandonika, Klarinette, Wassergläsern, Blechen, Klanghölzern, Hirtenflöte begleitete sie Dodo Mewes einschmeichelnde, bittende, zarte, böse und melancholische Stimme. Zum Teil selbstvertonte Verse und jiddische Volkslieder rundeten das Programm ab, daß das Publikum über eine Stunde in seinen Bann zog. Nicht nur wegen der weichen Melancholie, sondern auch wegen dieser unbändigen Lebenslust, die aus Texten und Musik sprach. Eine Lebenslust, die den nahen Tod registrierte, aber nicht wahr haben wollte..." ("Halberstädter Tageblatt")
Schauspiel von Ingund Mewes über die Zeit der 'Hexen'verfolgungen in Köln. Mit Dorothea Mewes, Ingund Mewes und Christine Wolff. Gesang: Uta Lehmberg. Klavier: Bernd Häck. Es lebte in Köln zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Alleinstehende Frau, die als Fuhrunternehmerin äußerst erfolgreich war. Katharina Henot war ihr Name...Was beginnt wie eine märchenhafte Episode der Kölner Frauengeschichte, endet - erwartungsgemäß - ganz anders: Als besagte Katharina Henot mit legalen Mitteln nicht mehr vom Markt zu verdrängen war, wurde sie auf Initiative ihrer Konkurrenten Coesfeld und von Taxis der Hexerei angeklagt und trotz fünfmaligen Leugnens unter schwerer Folter, am 16. Mai 1627 in Melaten verbrannt. Sie hinterließ eine Tochter: Marie...
Schauspiel über Camille Claudel,
Sylvia Plath und Irmgard Keun. Geniale Frauen verelenden, wenn sie in Männerdomänen eindringen. Camille Claudels (1864-1943) Geschichte ist die Geschichte eines doppelten Vergessens - ihrer Person in einer Irrenanstalt und ihres Werkes auf den leerbleibenden Seiten einer an Frauen wenig interessierten Kunstgeschichtsschreibung. Sylvia Plath (1932-1963) beging mit 30 Jahren Selbstmord. Dieselben Redakteure, die ihr ihre Texte - in denen sie literarisches Neuland eroberte - zurückgeschickt hatten, rissen sich um deren Veröffentlichung, nachdem die Autorin sich das Leben genommen hatte. Fast 20 Jahre später erhielten ihre COLLECTED POEMS den Pulitzer-Preis für Poesie. Irmgard Keun (1905-1982) lebte in Köln. Sie scheint ein Lehrbeispiel zu sein für den 'normalen' und alltäglichen Wahnsinn der kreativen Frau, die sich innerhalb der Männergesellschaft verwirklichen will, ohne die zermürbende Widersprüchlichkeit dieses Unterfangens zu durchschauen.
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"Nein!" ist die authentische Erzählung einer Betroffenen, der bewußte Schritt ins Tageslicht der Öffentlichkeit. Vor der schwarzen Brandmauer spricht Mewes vom zahllosen Male wiederholten Mißbrauch durch den eigenen Vater, vom auf ewig zerstörten Leben danach. "Nein!" ist dabei kein unartikulierter Aufschrei. Die Autorin und Schauspielerin hat ihre Erinnerung zu einer sorgfältig komponierten szenischen Erzählung verarbeitet. Im Wechsel von radikaler Subjektivität und Distanzierung, detaillierter Erinnerung und symbolischer Abstraktion gelingt es ihr, mehr als nur die erlebte eigene Geschichte mitzuteilen. Ihr Anliegen ist nämlich keineswegs, auf der Bühne nur Anklage in eigener Sache zu führen - ihr Täter bleibt anonym. "Nein!" will - und kann - auch anderen Betroffenen dabei helfen, ihr Schweigen zu brechen, jenen ersten Schritt aus "lebenslanger Einzelhaft" zurück zu wagen." (Kölner Stadt-Anzeiger) Der Krieg eines Vaters gegen die eigene Tochter Lüdenscheider Nachrichten: „...Eindringlicher kann Theater kaum sein. Das Publikum erlebte die Angst, die Ohnmacht und auch die Schmerzen des kleinen Mädchens Dorothea mit. Gerade sieben Jahre war sie alt, als das Martyrium begann. Die Zuschauer spürten, wie sie langsam an den körperlichen und seelischen Qualen zu zerbrechen drohte. Denn: der Täter war nicht irgend jemand. Es war der Vater, ‘das Imperium’: 26 Jahre älter, 26 Jahre größer, 26 Jahre stärker. Immer wieder erzeugt Mewes auf der Bühne eine Distanz zum Opfer. Mal schildert sie Erlebtes, dann wieder abstrahiert sie. Ihr Schritt in die Öffentlichkeit soll nicht bedrohen. Er soll die Augen öffnen und anderen Frauen helfen, ihr Schweigen zu brechen.“ Rheinische Post: "Der Krieg eines Vaters gegen die eigene Tochter: Dorothea Mewes faßt das Unfaßbare in Worte. Über die sexuelle Gewalt durch ihren Vater spricht sie auf der Bühne, sie 'spielt' ihre eigenen Erlebnisse. Für den Zuschauer ist das Stück "Nein!" bedrückend authentisch, lähmend. Dorothea Mewes hat ihren Namen geändert. Sie wollte nicht mehr so heißen wie der Täter. Und sie wollte nicht mehr schweigen. So steht die Autorin und Schauspielerin auf der Bühne, um zu sprechen und sicher auch, um anderen zu helfen. Sie schildert ihre Ohnmacht, als ihr Vater sie das erste Mal anfaßt. Sie verfällt in die Rolle der Siebenjährigen, die schützend eine Decke vor sich hält. Doch alle Schutzmaßnahmen nützen nichts, der Vater reißt ihre Festung ein. Hier sah man das Unglaubliche nicht im Fernsehen oder las davon in der Zeitung. Kaum ein paar Meter weiter stand eine Frau, die selber Opfer war und beklemmend in die Herzen und Seelen der Zuschauer vordrang. Statt Applaus herrschte zunächst Schweigen nach diesem eindrucksvollem Soloprogramm." Stadt-Revue: „Dorothea Mewes liefert mit ihrem autobiographischen Monologstück „Nein!“ einen Erlebnisbericht, der nichts weiter will als aufzeigen, öffentlich machen, Mut machen. Mut denen, die es selbst erleben mußten, und denen, die es nicht verhindern konnten. Sie beginnt den szenischen Teil mit einer Widmung des Stückes an all diejenigen, ‘die es nicht geschafft haben, das Unfaßbare zu überleben’. So wie Dorothea Mewes das Geschehene alternierend aus einem zeitlichen Abstand von 20 Jahren betrachtet und dann wieder das kleine Mädchen zu sein scheint, so wechselt sie das Erzähltempus vom Distanz schaffenden Präteritum zum zeitgleichen Präsenz. Die Autorin beschreibt die Gefühle des Mädchens damals und den Seelenzustand der Frau heute. Sie thematisiert die Angst, die Scham, die Ohnmacht des Kindes einerseits und die Wut der nun Erwachsenen andererseits. Am Ende herrscht betroffenes Schweigen im Publikum, verhaltenes Klatschen. Was jetzt im Foyer des Theaters geschieht, ist eine spontane Interaktion zwischen Publikum und dem Bühnengeschehen, wie sie für das Piccolo-Theater typisch ist und wie sie nur dort erlebt werden kann. Die Fragen, die das Stück provoziert hat, kommen in der nun anschließenden Gesprächsrunde zur Sprache. Überlebende schildern ihre traumatischen Erlebnisse und tauschen Erfahrungen aus.“ Kölner Stadt-Anzeiger Euskirchen: „Nein!“ erwies sich nicht als emotionale Abrechnung mit dem eigenen Schicksal der Darstellerin. Mewes gelang es vielmehr durch eine mutige Mischung aus authentischer und brutal-detaillierter Erinnerung, abstrahierten Bildern der geschundenen Kinderseele und distanzierten Äußerungen einer Erwachsenen den Zuschauern die grenzenlose Zerstörungskraft sexueller Gewalt deutlich zu machen. In ihrem Stück lenkt Mewes auf verschiedenen Erzählebenen den Blick des Zuschauers sowohl auf die hilflosen und unnützen Abwehrversuche des kleinen Mädchens als auch auf die lebenslänglichen Spuren des Verbrechens. Das Publikum dankte Frau Mewes hinterher persönlich für ihren mutigen und vorbildlichen Schritt an die Öffentlichkeit.“ Kölner Stadt-Anzeiger: "Darüber spricht man nicht: Die sexuelle Gewalt an Kindern ist - trotz vieler Presseberichte und lautstark geführter Diskussionen in der jüngeren Vergangenheit - immer noch ein Tabuthema: die Betroffenen bleiben nur allzuoft in ein Gefängnis des Verschweigens eingeschlossen. Dorothea Mewes, Autorin, Schauspielerin und Coleiterin des Piccolo, will diese Mauern einreißen helfen: Aus ihrer eigenen Geschichte hat sie ein höchst eindringliches Stück Erzähltheater gemacht. Es berichtet aus der Perspektive einer Betroffenen und schafft es auch allen noch stummen Leidensgenossinnen eine Stimme zu leihen. Mewes will mit der - selbst erlittenen - Geschichte dazu beitragen, daß die Mauer aus Verschweigen und Furcht um diese meist von Männern begangene Straftat eingerissen wird. "Nein!" ist eine eindringliche,
radikal subjektive und dennoch nicht "Ich danke dem Universum, Aus dem Nachwort zu "Nein!": „Kein einziges an uns begangenes Verbrechen bleibt weiter unser Geheimnis. So, wie es schon einige Frauen vor uns und hoffentlich noch ganz viele Frauen nach uns tun. Wir wollen die Öffentlichkeit nicht weiter schonen vor der Wahrheit jeder dritten, vermutlich sogar jeder zweiten weiblichen Lebens-erfahrung. Es ist deshalb so ungemein wichtig, daß sich heute erwachsene Frauen und auch Männer ihre eigenen sexuellen Gewalterfahrungen bewußt ma-chen, um nicht den heutigen Opfern gegenüber Au-gen und Ohren zu verschließen, so wie wir es da-mals erfahren mußten. Es kann nicht dabei bleiben, vereinzelt Beiträge im Fernsehen zu senden oder vereinzelt Bücher herauszubringen. Die sexuelle Gewalt an Kindern ist millionenfach begangenes, jeden Tag und jede Nacht stattfindendes Verbre-chen, über das wir nicht länger schweigen dürfen. Denn unser Schweigen hilft den Tätern. Wir schweigen nicht und nirgendwo mehr!“ (Regine Michels & Dorothea Mewes)
Feministische Schauspiel-Kabarett-Collage von und mit Dorothea Mewes und Ingund Mewes. Schon mal was von Dr. Helene
von Druskowitz gehört? Die Schopenhauerin unter den Philosophinnen? „Leider sind die weiblichen Instinkte entsetzlich unterdrückt worden, und darum mag für Unkundige etwas unheimliches in dem Feminismus enthalten liegen. Allein es muß der Feminismus wieder mit Feuer und Glanz ausgestattet werden. Denn der Feminismus ist das heiligste Ideal der modernen Zeit!“ (Dr. Helene von Druskowitz, 1905)
Schauspiel über eine gespaltene Persönlichkeit von Suzanne van Lohuizen. Inszenierung: Ingund Mewes. Psychologische Beratung: Dr. Michaela Schumacher. Besetzung: Christine Wolff als „Brenda“, Andrea Happle als „Die Kleine“, Dorothea Mewes als „Lieb“ die Margo ist, die Freddie ist, die Alessandra ist, die Cathérine ist... Suzanne van Lohuizen gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autorinnen des niederländischen Sprachraums. Für ihr Jugendstück „Das Haus meines Lebens“ erhielt sie 1992 den Großen Flämischen Dramatikerpreis. Drei Schwestern leben zusammen in einer öden, verfallenen Villa. Brenda will fort, Lieb will bleiben, die Kleine hat Angst vorm Alleinsein. Am Ende haben sich die Positionen umgekehrt: die Kleine, die zu fallen fürchtet, glaubt zu fliegen; Brenda, die gehen wollte, bleibt; Lieb, die bleiben wollte, geht. „Drei Schwestern, einmal nicht von Tschechow: Brenda, Lieb und Die Kleine leben zusammen im trostlosen Haus der toten Eltern. Aneinandergefesselt sind sie durch Erinnerungen, Schuldgefühle und die Fesseln der Fürgorglichkeit. Das Stück der Niederländerin Suzanne van Lohuizen - einer der gegenwärtig wichtigsten Jugendtheaterautorinnen - läßt das Trio nach Auswegen aus seinem Dilemma graben. Regisseurin Ingund Mewes interpretiert das Drei-Schwestern-Stück neu und überzeugend: Geht es, so fragt die Inszenierung, nicht in Wirklichkeit um das innere Drama einer gespaltenen Persönlichkeit?“ (Kölner Stadt-Anzeiger)
"Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau...Sieben völlig voneinander losgelöste weibliche Charaktere erzählten von Selbstdarstellung einer Schauspielerin, der Selbstbestimmung einer Schwangeren, der Selbständigkeit einer Ehefrau, der Selbstverteidigung einer Passantin, der Selbstachtung einer Debütantin, der Selbstbeherrschung einer Schlangenbeschwörerin und dem Selbstbewußtsein einer Sterbenden. Auf der Bühne wurden keine Phrasen gedroschen, sondern innere Konflikte ausgetragen. Masken und Verhaltensnormen fingen an zu bröckeln, gaben der Authentizität des weiblichen Individuums freie Bahn. Sensibilität und Hoffnung brachen durch, Mut, Wille und Glauben entwickelten sich zu dominierenden Kräften. Doch lauerte häufig in der eigenen Seele die Gefahr des Wahnsinns. Unzufrieden mit sich und der Realität neigten einige Figuren zur Flucht in phantastische Welten, verdrängten die eigene Situation und fanden Trost und Verständnis in märchenhaften Fiktionen. Oder verleugneten sich bis zum Irrsinn, um ihre Chance in der konsolidierten Männergesellschaft doch zu bekommen. Das Publikum war gebannt und beeindruckt. Die Intensität der zügigen Szenenfolge und Dorothea Mewes' intensive, emotionale Spielkunst ließen keine Zeit zum Durchatmen." ("Neue Westfälische Zeitung")
"Sippenhaft"
"Wenn wir alle gut wären" von Irmgard Keun
"Ein Abend mit Tussy Marx"
"Die gleißende Welt"
Cornelia Goethe, klug und begabt, sensibel und lebenshungrig, findet nie zu sich selbst. Immer läßt sie sich von anderen bestimmen: vom Vater, vom Bruder Wolfgang, vom Ehemann Johann Georg Schlösser. Sie zerbricht am Widerspruch zwischen eigener Lebenskonzeption und auferlegtem Rollenzwang. 1777 stirbt sie im Alter von 26 Jahren nach der Geburt der zweiten Tochter an Schwermut und Depressionen. Goethe, der mit Cornelia innig verbunden war, Kindheit und Jugend mit ihr in Frankfurt am Main im Haus am Großen Hirschgraben verbrachte, hat viele Jahre nach ihrem Tod in Dichtung und Wahrheit von der Häßlichkeit und der daraus entspringenden Lebensunfähigkeit der Schwester gesprochen und damit ihr Bild für die Nachwelt geprägt. Cornelia Goethe wurde am 7.12.1750 in Frankfurt am Main geboren. Die Hauptarbeit ist die Recherche und der feinfühlige Umgang mit den wenigen Unterlagen, die von und über Cornelia Goethe existieren. Denn es liegt kein bedeutsames Werk vor, nur Tagebuchblätter eines jungen Mädchens, auf französisch, in der Zeitmode stilisiert, einigie wenige Briefe. Die Überzahl der persönlichen Zeugnisse ist vernichtet. ‘Feinfühligkeit, Entschlossenheit, Intelligenz, Charakter, Begabung, alles ist Cornelia eigen, dennoch hat sie nicht die Kraft, sie selbst zu sein. Sie erlebt fortwährende Fremdbestimmung. Erst durch den Vater, den sie haßt. Dann durch den Bruder, den sie liebt. Harmonisch heiter und produktiv ist diese Beziehung, doch letztlich zerstörerisch, weil der Bruder sie fallenläßt. Schließlich durch den Ehemann, dem sie zutreibt, um dem Vater zu entkommen. In der Bindung zwischen Frau und Mann wiederum Fremdheit, vielleicht die schmerzlichste, die Haß und Liebe zugleich löscht und nur kalte Gleichgültigkeit zurückläßt.’ (Sigrid Damm). Geplant ist u.a. die Zusammenarbeit mit dem Kölner Tanzensemble „Die Megären“ und die Suche nach Komponistinnen des 18. Jh., um insgesamt auf der Bühne ein Stück Zeitkolorit jener Zeit zu erschaffen. Dieses Projekt soll die intensive Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Frauenschicksalen aus den verschiedenen Jahrhunderten fortführen. Hiermit soll der bereits seit 14 Jahren begangene Weg des Piccolo-Theaters wieder einmal um ein wichtiges Thema ergänzt werden, auf dem sich die festen Repertoire-Stücke bereits seit Jahren befinden.
zurück zum Inhalt Szenische Lesung aus dem gleichnamigen Buch von Christel und Isabell Zachert. Isabell ist fünfzehn, als sie an Krebs erkrankt. Sie gestaltet das ihr verbleibende Lebensjahr voll Hoffnung und bereitet ihre Familie auf ihren Tod vor. "Ich mache so vielen Menschen Mut und nehme ihnen mit meiner frohen Ausstrahlung vielleicht die Angst vor dem Tod." Dies ist der letzte von Isabell in ihrem Tagebuch niedergeschriebene Satz - und zugleich ihr Vermächtnis.
zurück zum Inhalt Schauspiel über die Geschichte der eigenen Zunft - von der Neuberin bis heute. Eine bittersüße Hommage an das Theater und auch eine Hommage an das Publikum, dem zwei Theatermenschen hier ein Stück ihrer Welt erschließen wollen. Als Arbeitsmaterial werden u.a. das Buch der Kölner Theaterwissenschaftlerin Prof. Renate Möhrmann „Die Schauspielerin“ (Zur Kulturgeschichte der weiblichen Bühnenkunst) und „Die fahrende Komödiantin“ - Lebenserinnerungen der Komödiantin und Tänzerin Karoline Schulze-Kummerfeld (1745-1815) dienen. (Voraussichtliche Uraufführung: Herbst/Winter 2003)
Frauen im Schatten berühmter Männer (geplant im 3-jährigen Zyklus) 1. "Schwestern berühmter Männer" 2. "Töchter berühmter Männer" 3. "Frauen berühmter Männer" Welchen Literaturhistoriker interessiert es schon, daß Heinrich und Thomas Mann zwei Schwestern hatten, Julia und Carla? Und daß Mozarts ältere Schwester Maria Anna auch ein Wunderkind war? Diesen und vielen anderen Fragen gehen die Protagonistinnen in unserer geplanten Inszenierung selber nach. Wie, wo, warum und wann sie aufeinandertreffen, kann und soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden...Wir möchten hiermit einen historischen Zyklus im Rahmen unseres Langzeitprojektes "Frauen im Schatten berühmter Männer" einleiten. Anknüpfend an "Die Töchter der `Hexen`" (17.Jh.) betrachten wir "Schwestern" (18.Jh.), "Töchter" (19.Jh.) und "Frauen" (20.Jh.) als einen Versuch der historischen Aufarbeitung der sozialen Stellung der Frau in unserer Gesellschaft über vier Jahrhunderte. Das Projekt soll das verschüttete, verzerrte und entfremdete weibliche Erbe präsent und verfügbar machen. Der Weg über die bereits übermäßig präsenten Brüder, Väter und Männer ist dabei Mittel zum Zweck, das uns die Spurensicherung erleichtert. Da gerade dieser Zyklus einer langen und arbeitsintensiven Vorbereitungszeit für die Recherchen, das Schreiben und die Dramatisierung bedarf, konnte dieses (seit einigen Jahren geplante) Projekt bisher leider nicht realisiert werden, da dies nicht ohne eine adäquate Bezuschussung funktioniert.
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